In die Sonne schauen

Land/Jahr Deutschland 2025
Regie Mascha Schilinski.
Darsteller Lena Urzendowsky, Luise Heyer, Susanne Wuest u.a.
Länge 154 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 16

Vier junge Frauen erleben auf einem Hof in der Altmark zu unterschiedlichen Zeiten über ein Jahrhundert Liebe, Angst, Verlust und Begehren. Mit eindrucksvollem Bild- und Klangteppich und in einer assoziativen Erzählweise verschränkt das Drama Vergangenheit und Gegenwart zu einer ästhetisch und narrativ ausgefeilten Studie über Traumata und weibliche Erfahrung. DE 2025

Ein abgeschiedener Vierseitenhof in Sachsen-Anhalt wird von den 1910er- bis zu den 2020er-Jahren immer wieder zum Ort, an dem Mädchen und junge Frauen ihre Kindheit und Jugend erleben. Familiär lose verbunden, aber ohne Wissen um die Vorgängerinnen, sind vier Biografien und Schicksale durch zahlreiche gemeinsame Berührungspunkte miteinander verwoben. In scheinbar alltäglichen Momentaufnahmen und Impressionen bringt das virtuos montierte Drama die Zeitebenen in einen filmischen Dialog.
Aus Erinnerungsfragmenten und verdrängten Traumata entsteht ein vielschichtiges Bild weiblicher Lebenswelten im Schatten familiärer und gesellschaftlicher Gewalt. Ästhetisch und narrativ meisterlich durchkomponiert, ist der Film von hoher Empathie für die subjektive Wahrnehmung der Hauptfiguren geprägt und entfaltet in seiner bestechenden assoziativen Form außerordentliche Anziehungskraft. Zehnfacher Gewinner beim deutschen Filmpreis. 

 

Kinotipp der Katholischen Filmkritik August 2025

Film des Monats August 2025