Der Tod ist ein Arschloch

Land/Jahr Deutschland 2025
Regie Michael Schwarz
Darsteller
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Menschen, die beruflich oder privat mit dem Sterben zu tun haben, erzählen von Abschied, Trauer und Trost. Mit beobachtender Kamera, ruhigem Erzählrhythmus und einer Mischung aus Melancholie und schwarzem Humor nähert sich der Dokumentarfilm einem oft verdrängten Thema und findet dabei einen überraschend lebensnahen, warmherzigen Ton. DE 2025

Mit großer Offenheit begleitet dieser Dokumentarfilm Menschen, die täglich mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind – in Hospizen, Bestattungsunternehmen oder im privaten Umfeld. Statt den Tod als Tabu oder Schreckensbild zu inszenieren, richtet die Kamera den Blick auf die Lebenden und auf die Frage, wie Abschied gelingen kann. Dabei verhandelt der Film Themen wie Vergänglichkeit, Fürsorge, Würde und den gesellschaftlichen Umgang mit Verlust. Ernste Gespräche stehen neben überraschend komischen Momenten und der Ton ist zugleich nachdenklich, humorvoll und lebensbejahend. Durch beobachtende Bilder, Interviews und eine zurückhaltende Montage entsteht eine intime Atmosphäre, die dem Publikum Raum für eigene Gedanken und Emotionen lässt und auch als Plädoyer für mehr Selbstbestimmung in der Bestattungskultur gesehen werden kann. 

 

Kinotipp der Katholischen Filmkritik November 2025