Karla
| Land/Jahr | Deutschland 2025. |
| Regie | Christina Tournatzés. |
| Darsteller | Elise Krieps, Rainer Bock, Imogen Kogge, Katharina Schüttler u.a |
| Länge | 104 Minuten |
| Altersfreigabe | Sehenswert ab 14 |
Bundesrepublik 1962: Ein zwölfjähriges Mädchen läuft seiner Familie davon und zeigt den Vater wegen sexuellen Missbrauchs an. Ein älterer Richter nimmt sich des Kindes an und bereitet es auf den eigentlich aussichtslosen Prozess vor. Ruhig inszeniertes Drama über Trauma, Gerechtigkeit und die Möglichkeit von Vertrauen. DE 2025
Im Bayern des Jahres 1962 läuft die zwölfjährige Karla von zu Hause weg und zeigt ihren Vater wegen sexuellen Missbrauchs an. Vor Gericht trifft sie auf einen zunächst distanzierten Richter, der zwischen juristischen Zwängen und menschlichem Mitgefühl vermitteln muss. Die Erzählung orientiert sich an einem realen Fall und wird inszeniert als stilles, eindringliches Drama über Sprachlosigkeit, Machtstrukturen und den Mut, sich gegen patriarchale Gewalt zu stellen. Der Film setzt auf Andeutungen, fragmentarische Rückblenden und symbolische Bilder.
Dunkle Brauntöne, enge Räume und eine reduzierte Tonspur erzeugen eine beklemmende Atmosphäre, während wiederkehrende Motive wie Wasser, Atemgeräusche oder der Klang einer Stimmgabel Karlas Trauma sichtbar machen. Ein kraftvoller Film über Würde, Vertrauen und das schwierige Ringen um Wahrheit.
Kinotipp der Katholischen Filmkritik Oktober 2025