Undine

Land/Jahr Deutschland 2020
Regie Christian Petzold
Darsteller Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaare, Anne Ratte-Polle u.a.
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Als eine junge Stadthistorikerin von ihrem Freund verlassen wird, holt sie der Fluch des alten Wasserfrau/Undine-Mythos ein. Statt aber den Mann zu töten, der sie verraten hat, verliebt sie sich aufs Neue. Der Film verschränkt dabei seine metaphysische Liebesgeschichte kunstvoll mit einer Hommage an die Wasserstadt Berlin und Anspielungen auf Genreklassiker. 

Die Stadthistorikerin Undine wird von ihrem Freund verlassen. Der Mythos will, dass sie den Mann, der sie verrät, tötet und danach ins Wasser zurückkehrt. Doch anders als die Sagenfigur entscheidet sich die Protagonistin für eine neue Liebe. Der Film modernisiert in der Nachfolge von Ingeborg Bachmanns Erzählung ›Undine geht‹ den alten Mythos der Wasserfrau und rückt eine moderne Zwischenweltfigur ins Zentrum. Er erzählt auch mit Blick auf die Berliner Stadtgeschichte vom Ausstieg einer Frau aus der Wiederholungsschleife und verbindet auf anrührende Weise romantisches Märchen, Unterwasserabenteuerfilm und Gegenwartsrealismus. 

Kinotipp der Katholischen Filmkritik 394/Juli 2020